Wie funktioniert die Blockbohlenbauweise beim Holzhausbau?
Holz ist eines der ältesten Bauarten überhaupt. Es bietet eine warme und behagliche natürliche Atmosphäre. Daher wird es heutzutage immer öfter auch zum Hausbau wieder entdeckt. Holzhäuser und im speziellen Schwedenhäuser bzw. Blockhäuser werden auch in diesen Breitengraden immer beliebter. Es werden dabei naturbelassene oder auch behauene oder befräste Holzstämme aufeinander geschichtet. Dies geschieht in horizontaler Bauart. An den Ecken werden diese Holzstämme miteinander verkämmt. Das bedeutet, dass die Stämme an den Ecken mit einander verbunden werden. Es werden Aussparungen geschaffen, die ineinander greifen. So ist für genügend Standfestigkeit gesorgt.
Die Holzstämme bei der Blockbohlenbauweise können entweder Rundhölzer oder auch Kanthölzer sein. Gerade in waldreichen Gebieten wird diese Bauweise vor allem mit Fichten- oder Tannenholz genutzt. Um bei der Blockbohlenbauweise eine gute Dämmung zu erzielen, empfiehlt es sich die Außenwände in so genannter zweischaligen Bauweise zu errichten. Das heißt, dass zwischen zwei Wänden eine Wärmedämmung entstehen kann. Dadurch wird eine optimale Energiesparweise erzielt die den heutigen Ansprüchen genüge trägt. Im Innenbereich reicht eine einschalige Bauweise vollkommen aus.
Da Holz ein Naturmaterial ist wird es im Laufe der Zeit arbeiten. Das kann bedeuten, dass das Holz in den ersten Jahren Risse bekommt. Dies würde wiederum bedeuten, dass die Wände sich an diesen Stellen setzen könnten. Um dies zu verhindern kann man beispielsweise Stahlseile senkrecht zur Fugenrichtung anbringen. Es ist jedoch auch möglich die Holzstämme so zu behandeln, dass sie Witterungsbedingungen möglichst gut standhalten. Gerade an den Eckverbindungen sollte auf eine feuchtigkeitsresistente Bauart geachtet werden um Spätfolgen zu vermeiden.
Kategorie(n) Hausbau & Gewerbebau | Datum: Mittwoch, 08. Juli 2009